Was ist ein Inkjet Papier?

Was ist ein Inkjet Papier - welche Varianten gibt es

Wenn Sie ein professionelles Ergebnis im Rahmen von Präsentationen, Fotografien oder Geschäftspapieren benötigen ist ein Inkjet Papier die richtige Wahl. Scharfe Konturen, kräftige Farben und kein Verschmieren sprechen für sich selbst.
Der Begriff Inkjet Papier stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt Tintenstrahlpapier. Es wird nach seiner mangelnden Durchsichtigkeit (Opazität), Helligkeit, Glätte und Gewicht klassifiziert.
Wie bei jedem Papier sind auch beim Inkjet Papier Holzschnitt und Zellstoff die Hauptbestandteile. Überwiegend wird dazu Fichtenholz verwendet. Aber auch andere entrindete Nadelbäume finden sich in Papieren wider.
Das Papier hat einen hohen Weißegrad, um einen besseren Kontrast, leuchtende Farben und eine optimierte Farbsättigung zu erzielen.
Ein qualitativ hochwertiges Inkjet Papier erfordert eine gute Dimensionsstabilität, keine Kräuselung oder Kräuselung und eine gute Oberflächenfestigkeit. Für die meisten Anwendungsbereiche ist eine glatte Oberfläche nötig. Eine ausreichende und gleichmäßige Porosität ist die Grundlage dafür einer Ausbreitung der Tinte entgegenzuwirken. Für Drucke geringerer Qualität reicht ungestrichenes, also unbehandeltes, Kopierpapier aus. Höhere Qualitäten erfordern aber eine Beschichtung (gestrichenes Papier). Die traditionellen Beschichtungen sind für Inkjet-Papiere nicht weit verbreitet. Bei matten Inkjet Papieren ist es üblich, Kieselsäure als Pigment zusammen mit Polyvinylalkohol (PVOH) zu verwenden. Glänzende Inkjet Papiere können durch mehrfache Beschichtung, Harzbeschichtung oder Gießbeschichtung auf einem Laminierpapier hergestellt werden.

Wenn Sie sich jetzt fragen was ist ein Inkjet Papier eigentlich, lässt sich das auch in wenigen Worten zusammenfassen. Es handelt sich um ein oberflächenbehandeltes Papier für Tintenstrahldrucker.
Ein feinfasriges Papier, das scharfe Ausdrucke sicher stellt. Ausschlaggebend für den präzisen Druck ist, dass sich die Tinte in den Kapillaren der Papierfasern verteilt. Das Papier darf nicht zu fest verpresst sein, damit sich die Druckertinte in den winzigen Hohlräumen zwischen den Papierfasern anlagern kann. Experten empfehlen deshalb Papiere mit einem etwas höheren Holzschliffanteil.
Die Oberfläche wird chemisch so behandelt, dass die Tinte beim Auftreffen auf das Papier nicht verläuft und schnell trocknet. Weitere Charakteristika des Papiers können Wischfestigkeit oder wasserabweisende Oberflächen sein.
Fotopapieren verfügen über ein höheres Flächengewicht. Prüfen Sie deshalb vor dem Kauf welches maximale Papiergewicht Ihr Drucker verarbeiten kann. Ansonsten kommt es leicht zu einem Papierstau oder das Papier verhakt sich in Ihrem Drucker.
Generell ist die Wahl eines Fotopapiers dann gegeben, wenn Sie Fotografien ausdrucken möchten. Die Ergebnisse sind mit denen eines Fotolabors vergleichbar. Sie erhalten strahlende Farben und scharfe Konturen.
Durch seine Eigenschaften ist Inkjet Papier auch für viele andere professionelle Anwendungen nutzbar. Architekturpläne oder Kunstdrucke sind ein weiterer kleiner Ausschnitt dessen, was diese Papiere ermöglichen. Bilder erscheinen detailreich, brillant, farbtreu und fotorealistisch. Wobei eine exakte Farbtreue die vorherige Kalibrierung von Monitor und Drucker voraussetzt.

Aufbau von Inkjet Papier
Inkjet Papier besteht aus einem Trägermaterial und einer ein- oder zweiseitigen Beschichtung. Die Beschichtung ist ausschlaggebend für das Druckergebnis.
In den meisten Fällen besteht diese Beschichtung aus Kunststoff.
Enthält das Papier keine Beschichtung, so ist es fester gepresst als ein Kopierpapier oder mit mehr Füllstoffen versehen. Dies sorgt dafür, dass geringere Kapillarkräfte auftreten und ein Ausfasern der Tinte verringert wird.

Zusammenfassung - Anforderungen an ein Inkjet Papier

  • Kein Verlaufen der Tinte durch Beschichtung des Papiers
  • Kein Durchschlagen der Tinte um Wellenbildung und Farbe auf der Rückseite zu vermeiden
  • Schnelle Tintenaufnahme um ein Verlaufen der Tinte zu vermeiden
  • Wiedergabe von leuchtenden Farben und einem kräftigen schwarz
  • höhere Auflösung und dadurch Konturenschärfe und Detailtreue im Ergebnis


Viele Anbieter werben auf ihren Verkaufsverpackungen mit hohen Auflösungen wie 9600dpi. Dies bedeutet, dass 9600 Punkte (d=dots) per (p) inch (i) auf das eingelegte Papier aufgebracht werden.
Hört sich toll an, weil man damit eine höhere Farbauflösung verbindet, die auch stattfindet, vom menschlichen Auge aber nicht mehr erfasst werden kann. Alle Werte jenseits von 300dpi kann unser Auge, je nach Person, nicht mehr erfassen. Das bedeutet dass wir ein Bild mit 300dpi genauso sehen wie ein Bild mit 9600dpi Auflösung.
Wählen Sie eine höhere Auflösung wird auch mehr Tinte zu Papier gebracht. Die Druckerpatrone entleert sich schneller und die Druckkosten steigen. Zudem müssen Sie bei der Wahl einer höheren Druckauflösung darauf achten keine besonders dünnen Papiere einzusetzen, damit die aufgebrachte Tinte nicht durchsickert.

Verschiedene Grammstärken ermöglichen den Einsatz von Inkjet-Papier von der Erstellung von Visitenkarten über hochwertige Präsentationen bis zu fotorealistischen Bildern.

Was geschieht beim Einsatz eines Universal-Kopierpapiers?

Setzen Sie ein Kopierpapier in einem Tintenstrahler ein, werden Sie je nach Qualität feststellen, dass die aufgedruckte Tinte mehr oder weniger stark verläuft. Der Grund liegt in der fehlenden Beschichtung dieses Papiers. Aufgrund dessen kann die Farbe nicht gebunden werden und verteilt sich über die Papierfasern. Je mehr die Papierfasern aufstehen, die Papierqualität also niedriger ausfällt, umso mehr läuft die Tinte auseinander.

Kopierpapier für Tintenstrahldrucker

Denken Sie nicht, dass Sie immer Inkjet Papier einsetzen müssen, wenn Sie etwas über Ihren Tintenstrahdrucker ausgeben möchten. Denn das kann ganz schön ins Geld gehen, abgesehen davon, dass es auch andere Möglichkeiten gibt.
Verfassen Sie Massensendungen in Form von Werbeaktionen oder drucken Sie Konzepte und Vorlagen genügt meist ein banales Kopierpapier. Je hochwertiger dieses Kopierpapier ist, umso schärfer erscheinen Buchstaben und Linien. Dies liegt an den Papierfasern.
Kopierpapiere werden in verschiedenen Qualitäten klassifiziert, die von A über B bis C reichen.
Ein Kopierpapier in A-Qualität läuft in er Papierfabrik mehrmals über Presswalzen und wird dadurch glatter. Die Papierfasern stehen nicht mehr so extrem aufrecht, wie dies bei einem C-Qualitäts-Papier der Fall ist.
Die Folge ist, dass die Tinte beim Auftreffen auf die Papierfaser nicht mehr so stark auseinander läuft oder durchschlägt.
Selbst "teure" Kopierpapiere liegen preislich unter Inkjet-Papieren.
Geschäftliche Korrespondenz oder Präsentationen sollten dagegen über ein Inkjet-Papier erfolgen um den bestmöglichen Eindruck zu hinterlassen.
Hochwertiger Tintenstrahldruck mit dunklen, scharfen Linien erfordert, dass das Papier genau die richtige Saugfähigkeit hat, um die Tinte aufzunehmen und gleichzietig ein Verlaufen zu verhindern. Viele Kopierpapiere mit einem Gewicht von 80 bis 100 g/qm funktionieren, wie bereits erwähnt, mit Tintenstrahldruckern und Laserdruckern gleichermaßen gut. Sie eignen sich jedoch nur für den Druck von Text, da die Tintenaufnahmefähigkeit gering ist.
Auch der Duplexdruck (beidseitiger Druck) ist per Tintenstrahdrucker nur mit hochwertigem Kopierpapier empfehlenswert, damit die Tinte nicht durchschlägt.

Worin liegt der Unterschied zwischen Inkjet Papier für Pigmenttinten und Farbstofftinten?

Dazu muss man wissen, dass Farbstofftinten in Flüssigkeit gelöste Farbstoffe sind. Diese dringen in das Inkjet Papier ein und verbinden sich dort mit dem Papier. Farbstofftinten besitzen einen höheren Farbraum als ihre pigmentierten Kollegen. Das bedeutet brillantere Bilder.
Bei Pigmenttinten handelt es sich um Farbteilchen, die in einer Flüssigkeit schwimmen, und sich an der Papieroberfläche ablagern bzw. dort gebunden werden. Ein Ausbleichen erfolgt wesentlich langsamer als bei Farbstofftinten. Jedoch ist der Farbraum kleiner und die Farben erscheinen etwas matter. So hat jede Tintenart ihre Vorteile und Nachteile.
Anwendungen im Außenbereich sollten über pigmentierte Tinten erfolgen. Dem gegenüber stehen Ausdrucke für den Innenbereich, die per Farbstofftinte bedruckt werden sollten um die Farbbrillanz auszuschöpfen.

Spezielles Inkjet Papier für Künstler und professionelle Fotografen

Eine Vielzahl von Fine Art Inkjet-Papieren erfüllt die Bedürfnisse professioneller Fotografen und Künstler. Diese Papiere weisen viele gemeinsame Eigenschaften mit traditionellen Aquarellpapieren, Druckpapieren und Fotopapieren auf. Fine Art Inkjet-Papiere sind so konzipiert, dass sie ähnliche Anforderungen an die Langlebigkeit erfüllen wie traditionelle Fine Art-Papiere: Sie sollten einen neutralen pH-Wert haben, ligninfrei sein und keine optischen Aufheller enthalten. Fine Art Inkjet-Papiere unterscheiden sich von traditionellen Fine Art-Papieren dadurch, dass sie beschichtet sind und dadurch Tinte aufnehmen und speichern können.
Fine-Art-Papiere werden gewöhnlich aus Hadern hergestellt (am häufigsten ist 100 prozentiger Baumwolle), können aber auch auf Alpha-Cellulose-Basis hergestellt werden.
Einige Kunstdruckpapiere werden in Formen hergestellt, während andere maschinell hergestellt werden und sich in der Oberflächenbeschaffenheit erheblich unterscheiden können. Fine-Art-Papiere sind als Formatware bis DIN A2 oder in Rollen bis 152,4cm erhältlich und können damit auch über Großformatdrucker verarbeitet werden.

Fotopapier ist ein Tintenstrahlpapier speziell für den Druck von Fotografien.
Es handelt sich um ein hochweißes Papier dessen Oberfläche derart beschichtet ist, dass es auch hohe Tintenmengen aufnehmen kann und ein Verlaufen der Tinte stark begrenzt.
Hochwertige Papiere können mit geeigneten pigmentbasierten Tintensystemen die Bildqualität und Langlebigkeit der für Farbfotografien verwendeten Silberhalogenid-Endlosdruckverfahren auf Gelatinebasis erreichen oder übertreffen, wie beispielsweise Fuji CrystalArchive (für Farbabzüge von Negativen) und Ilfochrome (für Farbabzüge von Positivfolien). Für den Druck schwarz-weißer Fotografien meinen einige Fotografe, dass traditionelle Papiere auf Silberbasis im Vergleich zu Tintenstrahldrucken tiefere Schwarztöne und eine weichere Tonabstufung reproduzieren können. Objektive Tests, vor allem bei Glanzpapieren im Rahmen der bildenden Kunst sprechen jedoch gegen diesen Eindruck.
Neben dem Papier sind die Tinte, der Drucker, das Druckerprofil, Papierprofil, die Software für die Druckvorbereitung , sowie die Fähigkeiten und das Fachwissen des Anwenders ausschlaggebende Elemente für das Druckergebnis.

Fotopapier wird in glänzend, matt, halbmatt, halbglänzend und satiniert oder seidenmatt klassifiziert. Die Papierstärke kann dabei stark voneinander abweichen. Leichtere Papierarten unterscheiden sich nicht wesentlich von universellen Büropapieren und können für jeden beliebigen Druck verwendet werden, auch wenn es sich dabei um die billigsten und qualitativ schlechtesten Fotopapiere handelt.
Fotopapiere, die für anspruchsvollere Arbeiten herangezogen werden sind dicker und haben spezielle Beschichtungen. Unter anderem kann es sich dabei um schnell trocknende oder wasserabweisende Eigenschaften handeln. Um den entsprechenden Effekt zu nutzen kann nur die behandelte Seite des Papiers für den Druck verwendet werden.
Die Ausnahme bilden Papiere mit beidseitiger Beschichtung, die in nur wenigen Sorten und Ausführungen angeboten werden. Glänzendes Fotopapier verleiht Fotos ein lebendiges Aussehen. Es fühlt sich glatt an und weist je nach Beleuchtung und Betrachtungswinkel eine gewisse Reflektion auf.
Mattes Fotopapier ist weniger glänzend und fühlt sich in der Regel anders an. Die Papiere weisen unterschiedliche fotografische Eigenschaften aus. Die Schwärze und der Farbumfang von matten Papieren ist normalerweise geringer als bei Glanzpapieren, da sie weniger reflektieren und Tinte stärker aufnehmen.
Papiere mit einer Leinwandtextur, wie z.B. Canvas, ein Baumwollmaterial das vorwiegend in matter Ausführung angeboten wird, ahmen das Aussehen von Ölgemälden nach. Glanzpapiere bieten die höchste Farbdichte und damit den größten Farbraum.

Die Langlebigkeit eines Inkjet Papier wird durch die verwendete Tintenart und das Material des Druckmediums bestimmt. Pigmentierte Tinten verblassen wesentlich langsamer als Farbstofftinten. Für eine maximale Langlebigkeit sollte das Material kein Lignin enthalten oder auf Baumwolle basieren und keine optischen Aufheller enthalten.

Ein spezielles Inkjetmaterial stellt die Bügelfolie oder auch Transferfolie dar, die in DIN A4 erhältlich ist. Sie eignet sich nach dem Bedrucken für den Übertrag auf Textilien, wie beispielsweise T-Shirts.

Inkjet Papier - Die einzelnen Papierausführungen kurz zusammengefasst

  • Glänzendes Papier reflektiert mehr oder weniger je nachdem aus welchem Winkel es betrachtet wird. Es ist extrem empfindlich gegen Fingerflecken.
  • Bei metallischem Papier befindet sich ein Blatt Polyesterfolie zwischen dem Druckpapier und der Emulsion.
  • Mattes Papier reflektiert fast nicht. Dies hängt vom Grad der Mattigkeit ab (mattes/ semimattes Papier). Die Farben wirken nicht so brillant wie auf einem Hochglanzpapier, der Schwarzton wirkt nicht so satt.

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