Was bedeutet OEM bei Druckerpatronen?

OEM ist eine Abkürzung für „Original-Equipment-Manufacturer“ und bedeutet übersetzt Erstausrüster.
Damit wird der Hersteller originaler Ausrüstung, in diesem Fall der Original-Hersteller von Druckerpatronen bezeichnet, zu denen Canon, Epson, HP und andere zählen.

OEM oder Original-Hersteller bieten neben Druckerpatronen, auch Geräte, Ersatzteile und Dienstleistungen für ihre eigenen Produkte an. Auch technische Unterstützung zu verschiedenen Geräten wird zur Verfügung gestellt. Oft ist dafür lediglich eine Registrierung unter Angabe des gekauften Geräts auf der Herstellerseite nötig.
Alternativ dazu werden bei einer telefonischen Anfrage die Modellbezeichnung und Seriennummer vorab durch einen zuständigen Sachbearbeiter abgefragt.
Mit dem Kauf eines Druckers beispielsweise werden neben der Treibersoftware, die je nach Hersteller auch online bezogen werden kann, ganze Software-Bundles, also eine Zusammenstellung verschiedener Programme mitgeliefert. Dabei kann es sich um hauseigene aber auch um eine Kombination hauseigener und Drittanbieter-Software handeln. Diese beigefügte OEM-Software unterscheidet sich oftmals von den sonst angebotenen Softwarelösungen in ihrer eingeschränkten Funktionalität. Der Vorteil dieses Bundles besteht im günstigeren Preis.

OEM für Drucker - Besonderheiten

Produkte von OEM-Herstellern unterscheiden sich je nach Sorte teilweise in ihrer Reichweite oder werden in Doppelpackungen und Multipackungen angeboten.
Dabei werden zwei Druckerpatronen in einer Packung oder eine ganze Farbserie für ein Druckermodell angeboten. Um eine größtmögliche Kundenbindung zu erzielen überlegen sich OEM-Hersteller immer wieder neue Barrieren, die den Einsatz alternativer Druckerpatronen unterbinden sollen.
Dazu zählen beispielsweise Chips, deren Programm im Zuge von Firmware- oder Treiberaktualisierungen immer wieder verändert wird. Gerade noch funktionierende Alternativpatronen zeigen dann plötzlich einen Fehler an und verweigern den Druck.

Ein zweiter Versuch ausschließlich Originalware zu verkaufen, besteht über die in den Hersteller- Garantiebestimmungen hinterlegten Angaben zum Einsatz kompatibler Patronen. Dort heißt es dass der Garantieanspruch dadurch verfällt, was so nicht der Wahrheit entspricht. Dazu müsste nachgewiesen werden, dass das eingesetzte kompatible Produkt tatsächlich der Auslöser für die Funktionsbeeinträchtigung des Druckers war. In der Praxis ist es tatsächlich so, dass eine kostenlose Reparatur innerhalb der Garantiezeit bei Einsatz kompatiblen Verbrauchsmaterials, von OEM`s abgelehnt wird. Natürlich könnte man dagegen gerichtlich vorgehen, doch wer hat schon die Zeit und vor allem das Geld sich möglicherweise durch alle gerichtlichen Instanzen kämpfen zu müssen.


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