Drucker kalibrieren - Farbmanagement optimieren

Was bedeutet Drucker kalibrieren

Farbabweichungen zwischen Bildschirm und erfolgtem Druckergebnis deuten darauf hin, dass der Drucker nicht kalibriert wurde oder minderwertige Tinten eingesetzt wurden. Ob sich das Problem beheben lässt, können Sie durch den Einsatz von originalen Druckerpatronen überprüfen. Genügt das Ergebnis Ihren Anforderungen nicht bleibt nur die Kalibrierung oder Druckerprofilierung des Druckers. Anders ausgedrückt wird die für die Farbwerte verantwortliche Druckersteuerung den am Bildschirm angezeigten Farben angepasst. Das gleiche sollten Sie auch für Ihren Scanner durchführen.

Wann muss kalibriert werden

Farbwerte werden von jedem Gerät unterschiedlich zusammengesetzt. Vor allem für Fotografen und Künstler ist es deshalb ärgerlich wenn am Bildschirm gezeigte Farben auf dem Druckmedium plötzlich anders erscheinen. Blaustich, Rotstich oder blass wirkende Farben auf dem Papier sind alles andere als befriedigend. Deshalb müssen sie ihren Drucker kalibrieren. Ein Farbmanagement um professionelle Ergebnisse zu erhalten ist unumgänglich.

Weshalb kommt es zu Farbabweichungen zwischen Bildschirmdarstellung und Ausdruck?
Der Grund liegt darin, dass die beiden Geräte unterschiedliche Farbräume nutzen. Das bedeutet dass die Farben aus verschiedenen Farbtönen zusammengesetzt werden und sich dadurch nicht decken. In den meisten Fällen verwendet ein Bildschirm für Die Farbdarstellung RGB-Farben, ein Drucker greift auf CMYK-Farben zurück. Selbst durch eine Umrechnung eines Farbschemas auf das andere lassen sich nur annähernd gleiche Farben darstellen. Um ein bestmögliches Druckergebnis zu erzielen müssen deshalb Monitor und Drucker kalibriert werden.

Für was stehen RGB und CMYK?
RGB steht für die Grundfarben rot, gelb und blau aus denen alle anderen Farben zusammengesetzt werden. Der Begriff RGB wird auch als additives Farbmodell bezeichnet, weil die Farbwahrnehmung durch das das Mischen von Licht erzeugt wird. Je höher die RGB-Werte sind, umso heller erscheinen Farben und Graustufen. Bei einem Wert von 100 bei allen drei Farben erhält man die Farbe weiß.
CMYK steht für cyan, magenta, gelb und schwarz und wird auch als subtraktives Farbmodell bezeichnet. Je weniger Farbpigmente gedruckt werden, umso hellere Farben erhält man. Die Farben werden nacheinander auf Papier gebracht. Durch unterschiedliche Mischungsverhältnisse können bis zu vier Milliarden verschiedene Graustufen und Farben erzeugt werden.

Eine Kalibrierung ist selbst bei baugleichen Druckermodellen nicht übertragbar. Ein neuer Drucker bedeutet, dass Drucker und Monitor neu aufeinander abgestimmt werden müssen. Auch die umgebende Temperatur und Luftfeuchtigkeit kann Einfluss auf das Druckergebnis nehmen. So kann der gleiche Drucker im kühlen Keller ein völlig anderes Ergebnis produzieren als im heißen Dachgeschoss.
Unterschiedliche Papierstrukturen und Druckmaterialien sorgen ebenfalls für unterschiedliche Druckergebnisse. Entweder legt man sich auf eine bestimmte Papiersorte fest oder kalibriert, je nach Druckmedium, immer wieder neu.
In diesem Zusammenhang bieten immer mehr Hersteller für ihre Papiere und bedruckbaren Stoffe Standard-ICC-Farbprofile an. Genügen diese Profile nicht den eigenen Anforderungen kann ein Spektralphotometer, ein Farbmessgerät, zur Bestimmung der Spektralwerte eingesetzt werden. Diese Geräte sind als stationäre und mobile Variante erhältlich.
Sie ermöglichen die Messung unterschiedlichster Oberflächen, eine präzise und konstante Farbmessung, geringere Ausschussmengen und eine schnellere Umsetzung von Kundenwünschen. Die Firma X-Rite ist in diesem Bereich einer der führenden Anbieter. Eine andere Möglichkeit, „seine“ Farben auf dem Druckmedium zu erhalten, liegt darin, ein vom Hersteller zur Verfügung gestelltes ICC-Profil herunterzuladen und damit einen Ausdruck mit Farbbildern und Motiven, die auch Graustufen enthalten, zu erstellen. Dieser Ausdruck wird dann an den Hersteller eingeschickt, der eine Prüfung dieses Testbildes vornimmt. ICC-Standards werden, mit Hilfe des Spektralphotometers, mit den gedruckten Farben verglichen. Anders ausgedrückt werden die Ist-Farben über eine Software mit den Soll-Farben verglichen. Ein individuelles ICC-Farbprofil wird erstellt, das in der Druckersteuerung nachinstalliert werden kann.

Fazit: Eine Kalibrierung rechnet sich für den Privatanwender nicht. Professionelle Fotografen und andere Berufsgruppen, die sich auf die farbtreue Reproduktion von Vorlagen spezialisiert haben, sind aber darauf angewiesen.


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