Kann ein Laserdrucker eintrocknen?

Tintenstrahldrucker für den privaten Gebrauch und Laserdrucker für Unternehmen - das war einmal. Die Tintenspritzer waren ursprünglich die Einstiegstechnologie für private Haushalte, die selbst Bilder und Dokumente drucken wollten.
Die Geräte waren im Gegensatz zu Laserdruckern, die einige tausend deutsche Mark kosteten erschwinglich. Zudem konnten sie speziell beim Bilderdruck auch aufgrund spezieller Papiere punkten und den Laserdrucker übertrumpfen. Nachteilig hingegen wirkte sich deren langsamere Druckgeschwindigkeit aus.

Tintenstrahldrucker oder Laserdrucker

Heutzutage gibt es zahlreiche Modelle beider Technologien, die auch für Privatpersonen erschwinglich sind und mehrere Funktionen, wie scannen, kopieren, faxen und drucken beherrschen können. Falls Sie Bilder drucken, ist die Tintenstrahl-Technologie aufgrund der Bildqualität eindeutig zu bevorzugen.

Tintenstrahldrucker Vorteile und Nachteile

Tintenstrahldrucker werden sehr günstig angeboten, sind aber sehr teuer wenn es um deren Unterhalt geht. Ein neuer Patronensatz Original-Tintenpatronen liegt oft über dem Preis des Druckers.

Die Bildqualität, die ein Tintenstrahler produziert, ist dem des Laserdruckers weit überlegen. Ursächlich dafür sind spezielle Papiere und Stoffe, die in Kombination mit der Tinte sogar Original Gemälde in den Schatten stellen können.

Auch wenn immer mehr Privatpersonen ihre Bilder auf Handy oder USB-Stick abspeichern und belassen oder in Drogeriemärkten direkt ausdrucken lassen, bleibt ihr großer Bruder, der Großformatdrucker (LFP) für die Werbebranche, Künstler, Ingenieure und Architekten relevant. Es werden Werbebanner für Messen, Fahnen oder Kunstreproduktionen und Pläne erstellt. Teilweise kommen UV-Farben zum Einsatz, die ein Verblassen der Farbe unter verschiedenen Witterungsbedingungen hinauszögern.

Ein gravierender Nachteil zeigt sich, falls Sie Ihren Tintenstrahler nur alle paar Wochen benutzen. Sie laufen dann Gefahr Streifen oder verblasste Farben auf Ihrem Ausdruck vorzufinden. Dies liegt daran, dass sich Farbreste im Druckkopf verfestigt haben und nur noch einen Teil der Druckfarbe hindurchlassen. Über eine Druckkopfreinigung, die Sie über Ihr Druckerprogramm laufen lassen, können diese Farbreste herausgespült werden. Das funktioniert sofern die Farbe nicht zu fest sitzt bzw. sich nicht zu viel Farbe festgesetzt hat. Zeigt sich keine Verbesserung hilft nur der Austausch der Tintenpatrone. Beide Fälle führen zu erheblichen Mehrkosten.

Im Gegensatz dazu tritt dieses Problem bei einem Laserdrucker nicht auf. Er arbeitet mit Tonerpulver, das nicht eintrocknen kann. Die Feinstaubbelastung, die durch die Kühlschächte austritt steht jedoch im Verdacht Krebs zu erzeugen. Sollten Sie sich für einen Laserdrucker entscheiden vergessen Sie nicht passende Feinstaubfilter, die auf die Schächte gesetzt werden anzuschaffen. Die Feinstaubbelastung wird dadurch bis zu 98 Prozent reduziert, wobei die Filter ab einer bestimmten Seitenzahl ausgetauscht bzw. ersetzt werden müssen.

Laserdrucker Vorteile und Nachteile

Die schnelle Druckgeschwindigkeit spricht eindeutig zugunsten des Laserdruckers. Farbige Dokumente oder Bilder werden in einem Schritt gedruckt. Ein Tintenstrahler druckt Zeile für Zeile. Folglich benötigt ein Ausdruck mehr Zeit.

Drucke per Laserdrucker sind weniger empfindlich gegen äußere Einflüsse wie Sonneneinstrahlung oder Spritzwasser. Der Grund liegt im Tonerpulver, das auf dem Papier, über die Fixiereinheit eingebrannt wird.

Tonerpulver trocknet nicht ein, da es sich um einen Mix nicht flüssiger Elemente handelt. Auch nach Monaten des Stillstands können Sie in der gleichen Qualität weiter drucken.

Die Papierkosten, speziell bei Duplexdruckern, sind geringer als bei Tintenstrahldruckern. Selbst auf normalem Kopierpapier erhalten Sie zumindest im Textdruck optimale Ergebnisse. Während viele Tintenstrahldrucker bei Kopierpapier kapitulieren und die Farbe deutlich ausfranst, zeichnen sich beim Laserdruck messerscharfe Linien ab. Unternehmen müssen beim Dokumenten- und Grafikdruck nicht auf Spezialpapiere zurück greifen. Ein zweiter Punkt, der die Papierkosten deutlich senkt. Dennoch hat auch ein Laserdrucker Nachteile.

Der hohe Anschaffungspreis schreckt viele ab und lässt sie zum Tintenstrahldrucker greifen. Ein Farblaserdrucker ist mindestens um das doppelte teurer. Für den gleichen Betrag erhält man auch ein Tintenstrahlgerät, das neben dem Druckprozess kopieren, scannen und faxen kann.

Farblaserdrucker verbrauchen im Druckvorgang bis zu 460 Watt, wohingegen Tintenstrahler bei etwa 20 Watt liegen. Auch der Geräuschpegel liegt über dem des Tintenstrahlers.

Ein Tonersatz in den Farben schwarz, cyan, magenta und gelb erscheint in preislicher Hinsicht optisch sehr hoch. Sie müssen aber bedenken, dass Sie mit einer Tonerkartusche ein Vielfaches von dem einer Tintenpatrone drucken können. Die Wahl eines Alternativtoners wie einem Agfa Toner, Kodak Toner oder My Green Toner senkt die Druckkosten bei gleicher Qualität deutlich.

Der Ausstoß von giftigem Feinstaub bei einem Laserdrucker ist bekannt. Sie können diese Risiko minimieren indem Sie Ihren Laserdrucker etwas weiter von Ihrem Arbeitsplatz aufstellen und möglichst ein Fenster öffnen. Das Anbringen von Feinstaubfiltern trägt zusätzlich zu Ihrer Sicherheit bei. Toner, die im deutschen Handel vertrieben werden müssen einen bestimmten Grenzwert, den sogenannten LGA-Wert, einhalten. Damit wird die zulässige Feinstaubbelastung im Druckbetrieb des Laserdruckers festgelegt.

Fazit: Ob Sie sich nun für einen Laserdrucker oder Tintenstrahldrucker entscheiden, hängt davon ab welche Projekte Sie realisieren möchten. Geht es Ihnen um Schnelligkeit, Textdokumente oder Bilder ? Welche Anschaffungskosten und welche Druckkosten fallen an ? Machen Sie eine schriftliche Aufstellung der von Ihnen bevorzugten zwei oder drei Modelle beider Technologieklassen, um eine sichere Entscheidung treffen zu können.


Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.