Der Papier Weißegrad und seine Bedeutung

Ist Ihnen beim Betrachten von weißem Papier auch schon aufgefallen, dass manche Papiere weißer sind als andere? Einmal erscheint das Weiß heller einmal dunkler.
Ordnung in diese Helligkeitsunterschiede bringt der sogenannte Weißegrad mit der Bezeichnung „CIE“.
CIE steht für „Commission Internationale de l’Eclairage“ oder „Internationale Beleuchtungskommission“. Dabei wird die Weiße mit Magnesiumoxyd verglichen, dessen Rückstrahlungsvermögen für Licht oder Reflexionswert, gleich 100 Prozent gesetzt ist. Je höher der CIE-Wert ist, umso heller erscheint das Papier bzw. umso stärker wird das Licht darauf reflektiert. Gängige Weißwerte reichen von etwa 45 CIE bis zu 171 CIE. Angaben von 55 bis etwa 140 entsprechen einem grauen oder gelblichen Ton wie er uns bei Recyclingpapieren, in Form von Kopierpapier oder entsprechenden Briefumschlägen, begegnet. Geschäftspapiere bewegen sich in Werten von 160 bis 167. Papiere, deren Weißegrad sich zwischen den Erst- und den Letztgenannten bewegt werden als Universalpapier bezeichnet und verwendet. Der Premium-Bereich beinhaltet beispielsweise Fotopapiere, deren Weiße über 167 CIE liegt und deren Druckergebnisse Farben brillant und besonders kräftig erscheinen lassen. Der Höchstwert eines Weißgrads liegt bei 171 CIE.
Weiße Papiere wirken im Gegensatz zu ihren Recycling-Pendants hochwertiger und werden deshalb bei geschäftlicher Korrespondenz bevorzugt. Dennoch werden auch handgeschöpfte Papiere oder Briefpapiere mit Wasserzeichen in beige gerne eingesetzt um die Exklusivität eines Unternehmens zu unterstreichen. Je nach Weißegrad erfolgt die Kategorisierung eines Papiers in die Papierklasse Recycled, Universal, Business oder Premium.

Opazität und ihre Bedeutung

Opazität beschreibt die Lichtundurchlässigkeit des Papiers. Je niedriger sie ist, umso durchsichtiger erscheint das Papier. Durch eine Beschichtung der Papieroberfläche, das sogenannte Streichen des Papiers mit Bindemitteln oder Pigmenten, erhöht man die Opazität. Der Transmissionsgrad beschreibt dabei wieviel Licht das Papier durchlässt oder aufnimmt. Hohe Transmissionsgrade spiegeln eine hohe Lichtdurchlässigkeit des Papiers wider. Im Gegensatz dazu steht eine hohe Opazität für das genaue Gegenteil, nämlich eine hohe Lichtundurchlässigkeit. Die Bestimmung der prozentualen Lichtundurchlässigkeit setzt voraus den Transmissionsgrad und die Opazität eines Papiers zu kennen. Die Berechnung erfolgt nach der ISO-Norm 2471.

Beispiel Transmissionsgrad/Lichtundurchlässigkeit:
0,00 Opazität: 100 Ergebnis Lichtundurchlässigkeit: 100 Prozent.

Je höher also der Opazitätswert umso geringer die Lichtdurchlässigkeit. Bei einem Duplexdruck sollte die Opazität nicht unter 80 Prozent liegen. Weißgrade müssen Sie aber nicht im Kopf berechnen. Es gibt Hilfsmittel, die Ihnen die Berechnung abnehmen. Ein Opazimeter oder Weißgrad-Messgerät misst den Grad an Helligkeit eines Papiers durch Bestimmung der Opazität nach ISO 2471.

Wie wird eine gute Opazität erreicht?

Eine gute Opazität lässt sich durch unterschiedliche Maßnahmen erreichen. Das Flächengewicht, die Beimischung von Calciumcarbonat, Farbstoffe, die Oberflächenbeschichtung und andere beigemischten Stoffe führen zu einer höheren Lichtundurchlässigkeit.


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