Die Geschichte des Papiers

Der Begriff Papier entstammt der Papyrusstaude, deren Mark die alten Ägypter zur Herstellung ihrer Schriftträger genutzt hatten. Die Urform des Papiers, wie wir es heute kennen, wurde zuerst um 105 n.Chr. erwähnt. Die damalige Herstellung basierte auf verschiedenen Pflanzenfasern. Über Nordafrika und Spanien verbreiterte sich das Wissen um die Papierherstellung in Europa. Die erste österreichische Papiermühle existierte bereits 1321 bei Baden in Wien. Heute wird Papier als Informationsträger genutzt. Zeitungen, Bücher, Prospekte und viele mehr dienen dazu Informationen zu teilen und zu verbreiten.

Auch an Schulen oder Versandabteilungen werden Karton und Pappe verwendet. Der Grund sind die vielfältigen Einsatz- und Nutzungsmöglichkeiten.

Für die Herstellung von Papier, Karton und Pappe werden Holz, Stroh und teilweise auch Lumpen genutzt. Ein Großteil des genutzten Papiers wird in Deutschland wieder aufgearbeitet und als Recyclingmaterial der Nutzung wieder zugeführt. Die einzelnen Produkte unterscheiden sich, abgesehen von ihrer Form, in ihrem Gewicht und ihrer Farbe. Kartons und Pappe gelangen meist ungebleicht in den Handel. Papiere für den Bürobedarf werden als graues Recyclingpapier oder gebleichtes weißes Papier in unterschiedlichen Weißgraden angeboten.

Wie wird Papier hergestellt?

Die Papierherstellung erfolgt über Pflanzenfasern. Die Pflanzen werden dabei mechanisch zerkleinert oder durch Chemikalien behandelt um ihre Fasern freizulegen. Mühlenähnliche Geräte zerfasern und mahlen den Papierrohstoff. Mit Hilfe von Wasser erfolgt die feinste Verteilung der kleinen Faserteile, sodass sie im Wasser schweben. Dieser Vorgang wird Suspension genannt. Durch den Zusatz von Silikaten, Sulfiden, Sulfaten, Karbonaten und Oxiden wird mit Hilfe eines Siebes ein Blatt gebildet. Über das Sieb kann die Suspension ablaufen, die Pflanzenfasern bleiben zurück. Der Zusatz von Leim oder Streichstoffen führt dazu, dass das hergestellte Erzeugnis unterschiedlich bearbeitet werden muss. Dabei können Werkzeuge wie Papierschere oder Cuttermesser zum Einsatz kommen. Heutzutage erfolgt die Papierherstellung maschinell über schnell laufende Siebe. Durch die hohe Laufgeschwindigkeit der Siebe, die bis zu 120Km/Stunde betragen kann, richten sich die Fasern mehr oder weniger in Laufrichtung des Siebes aus. Papiere in Laufrichtung haben dadurch andere Dehnungs- und Festigkeitseigenschaften als quer dazu. Papiermaschinen sind bis zu 300 Meter lang und stellen täglich bis zu 1500 Tonnen Papier her. Weltweit werden heute bis zu 325 Millionen Tonnen jährlich produziert.

Papier selber machen

Wenn Sie Papier selber machen möchten benötigen Sie einen Schöpfrahmen und Rohpapier, Gauchfilz zum Auspressen des Papiers nach dem Schöpfen, und China Clay, einen Rohstoff aus kieselsaurer Tonerde. Nehmen Sie Altpapier und reißen Sie es in kleine Fetzen. Kochen Sie Wasser auf und geben Sie die Papierfetzen hinein. Dabei sollte die Wassermenge die Höhe der Papierfetzen um das Doppelte übersteigen. Das Ganze lassen Sie über Nacht stehen und mixen es dann gut durch. Die feuchte Masse schöpfen Sie mit einem Sieb ab, sodass sich der Brei gleichmäßig darauf verteilt. Lassen Sie die Fläche trocknen und pressen Sie sie gegebenenfalls. Fertig ist Ihr erstes Blatt Papier!


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