Laserdrucker Tracking und seine Folgen !

Der Farblaserdrucker und das geheime Tracking

Sie werden sich jetzt vermutlich fragen, was Ihr Laserdrucker mit Tracking, also einer Nachverfolgung zu tun hat. Viele Farblaserdrucker hinterlassen auf einem Ausdruck vereinzelt gelbe Punkte, die aufgrund ihrer Größe von ca. 0,025 Millimetern mit bloßem Auge auf weißem Papier nicht oder nur sehr schwer zu erkennen sind. Der offizielle Name dafür lautet: Machine Identification Code.

Was steckt hinter diesen Laserdrucker Trackingpunkten ?

Zu vermuten wäre eventuell eine bessere Möglichkeit der Aufklärung bei Banknotenfälschungen. Die Bankenallianz CBCDG (Central Bank Counterfeit Deterrence Group), zu der unter anderem die Deutsche Bank gehört, konnte dies aber weder bejahen noch Auskunft über die tatsächlichen Gründe liefern, weil es sich um kein eigenes Produkt handelt. Allerdings ließ diese Allianz das Counterfeit Deterrence System, kurz CDS, entwickeln. Es soll die Fälschung von Banknoten verhindern. Spezielle Softwareeinstellungen sollen dabei in Bildbearbeitungsprogrammen oder Bildverarbeitungsgeräten den Versuch der Fälschung verhindern. So wird bei den meisten Scannern beim Einlegen eines Euroscheins der Vorgang abgebrochen. Dennoch gibt es nach wie vor findige Geldfälscher. So sollten Sie in Ladengeschäften in denen ein höherer Bargeldwechsel stattfindet immer einen Falschgelderkennungsstift oder einen Geldscheinprüfer bereit halten um sicher zu gehen.
Es bleibt nur der Gang zu den Herstellern, um sich über die tatsächlichen Gründe zu informieren. Lexmark und Hewlett Packard äußerten sich, dass es sich hierbei um Sicherheitsfunktionen handele, die Verbraucher vor Betrug und Fälschungen schützen sollen. Die Seriennummer des Druckers, sowie der Druckzeitpunkt (Datum und Uhrzeit) lassen sich damit feststellen. Sollten Sie Ihren Drucker beim Hersteller, aus welchem Grund auch immer registriert haben, lässt sich eine „Spur“ so aufgrund Ihres Ausdrucks leicht bis zu Ihnen zurück verfolgen. Aber auch ohne Registrierung dürfte aufgrund der Druckcodierung eine, wenn auch erschwerte, Nachverfolgung möglich sein.

Wie können Sie die gelben Punkte sichtbar machen ?

  • Drucken Sie z.B. Ihr Firmenlogo in Originalgröße auf ein weißes DIN A4 Papier. So dass Ihr Logo wenig Platz einnimmt und möglichst viel weiße Fläche übrig bleibt.
  • Scannen Sie Ihren Ausdruck in einer möglichst hohen Druckauflösung von ca. 3200 dpi ein. Achten Sie darauf, dass dabei ein Ausschnitt von ca. 5x5cm des A4-Blattes, ein Teil davon sollte den farbigen, ein Teil den weißen Bereich umfassen, gescannt wird.
  • Nach dem Scan zoomen Sie in das Blatt hinein um die gelben Punkte zu erkennen.

Wie lässt sich das Tracking verhindern ?

Timo Richter und Stephan Escher von der Professur Datenschutz und Datensicherheit konnten jetzt verschiedene Codes knacken und ein Verfahren entwickeln um die Druckcodierung unkenntlich zu machen. Dazu hatten sie 1000 Ausdrucke von etwa 100 Druckern verschiedener Hersteller untersucht. Dazu gingen die beiden Forscher wie folgt vor:

  • Leere Seite ausdrucken.
  • Leere Seite einscannen.
  • Das Tool findet die gelben Punkte auf dem eingescannten Dokument, überdruckt diese und verschleiert somit die Codierung.

Eine ziemlich umständliche Methode für den Durchschnittsanwender. Falls Sie dennoch gerade in diesem Punkt Ihre Privatsphäre schützen möchten, bietet sich der Einsatz eines Tintenstrahldruckers an. Hier ist zumindest bislang nichts über eine Codierung bekannt.
Sie möchten Ihr Druckerpapier auf Tracking-Punkte prüfen und anonymisieren ? Nutzen Sie dazu die App „Deda“ !


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