Laserdrucker druckt Streifen

Ein streifiges Bild kann viele Gründe haben. Oft ist dafür die Bildtrommel verantwortlich, auf der sich Tonerablagerungen befinden. Diese Ablagerungen können durch Staub von außen entstehen, der in den Drucker gelangt, oder durch Tonerstaub, der sich auf der Trommel abgesetzt hat. Ein dritter Grund kann eine bereits vom Werk aus unsauber gelieferte Einheit sein. Zuletzt kann der Fehler auch durch Toner verursacht werden, der durch Feuchtigkeit teilweise verklumpt ist. Hierbei fallen Tonerpartikel auf das Transportband und werden über Papier und Bildtrommel gezogen. Es entstehen nicht nur Streifen auf dem Papier - der ganze Ausdruck wird durch Flecken oder Punkte verunreinigt und damit unbrauchbar. Um den Fehler einzugrenzen, sind verschiedene Prüfungen durchzuführen.

Toner überprüfen

Entnehmen Sie die Tonerkartusche, decken Sie die Öffnungen mit einem Tuch ab und schütteln Sie die Kartusche kräftig. Dadurch verteilt sich das Tonerpulver in der Kartusche gleichmäßig. Anhaftender Toner wird gelöst und zerkleinert und kann vom Drucker wieder „gezogen“ werden.

Toner Sparbetrieb

Überprüfen Sie, ob in Ihren Druckvoreinstellungen der Toner Sparmodus/Konzeptdruck eingestellt ist. In diesem Fall druckt Ihr Drucker mit so wenig wie möglich und so viel wie nötig Toner, um gerade so ein leserliches Endprodukt abliefern zu können. Es treten Lücken in Buchstaben und Streifen in Fotos und Grafiken auf. Zudem wirkt der Ausdruck blass.

Drucker Transportband reinigen

Auf dem Band sammelt sich mit der Zeit gern Toner an, der zu schadhaften Druckergebnissen führen kann. Überprüfen Sie das Transportband im Innern Ihres Laserdruckers, indem Sie zunächst mit einem trockenen Tuch darüber fahren. Haften am Tuch Tonerpartikel, nehmen Sie ein fusselfreies Tuch, und wischen damit über das gesamte Band, bis der Tonerstaub vollständig entfernt wurde. Wischen Sie dann trocken nach. Im Laserdrucker greift ein Bauteil in das andere. Toner der ursprünglich vielleicht nur auf dem Transportband lag, kann während des Druckprozesses von eingelegtem Papier mitgezogen werden und teilweise auf der Trommel liegen bleiben. So erhalten Sie keinen sauberen Ausdruck mehr, sondern ein mit Punkten, Streifen oder Flecken verziertes äußerst kreatives, aber ungewolltes Endergebnis. Das Tonerpulver entfernen Sie indem Sie die Trommel zunächst wieder entnehmen und mit einem fusselfreien feuchten Tuch abwischen. Dann wischen Sie trocken nach und setzen sie wieder ein.

Fixiereinheit kaputt ?

Haben Sie alle anderen Fehlerquellen als möglichen Verursacher ausgeschlossen, bleibt noch die Überprüfung der Fixier- oder Heizungseinheit. Sie presst die Tonerfarbe an den Stellen an das Papier, wo es später haften soll. Dies geschieht über die integrierte Heizwalze, die den Toner zum Schmelzen bringt und eine Verbindung mit dem Papier ermöglicht. Wie andere Verbrauchsmaterialien auch, unterliegt die Heizungseinheit einer natürlichen Alterung. Das bedeutet eine mit der Zeit nachlassende Leistung und damit einhergehende Möglichkeit eines streifigen Ausdrucks.

Laserdrucker Streifen Ursache

Es ist selbst für Profis nicht immer leicht den Fehler sofort zu bestimmen. Führen Sie deshalb einige Testdrucke aus. Auch wenn hierbei Toner verbraucht wird, ist diese Vorgehensweise die Günstigste. Wird der gesamte Ausdruck nach und nach heller, neigt sich der Inhalt Ihrer Laserkartusche vermutlich dem Ende entgegen. Der Drucker kann nicht mehr genügend Toner verarbeiten, die Ausdrucke werden blasser. Bleiben die Streifen in etwa der gleichen Helligkeit bestehen, liegt der Verdacht nahe, dass sich Toner auf der Trommel festgesetzt hat. Sollten die Verunreinigungen zunehmen, liegt vermutlich Toner auf dem Transportband und der Trommel. Eventuell haben Sie auch einen Toner minderer Qualität eingesetzt, der nicht unter die nötige Spannung gesetzt werden kann, um einen klaren Ausdruck zu erzeugen. Falls Sie den Toner nach dem Druck auf dem Papier verschmieren können, deutet dies auf eine fehlerhafte oder sich dem Ende ihrer Lebenszeit nähernde Fixiereinheit.
Ein Thema, das sich an diese Problematik anlehnt, sind mögliche Farb- und Helligkeitsabweichungen zwischen Ihrer Bildschirmanzeige und dem zugehörigen Ausdruck.

Bilder werden zu dunkel gedruckt ?

Falls Ihnen Ihre Ausdrucke im Vergleich zur Bildschirmanzeige zu dunkel vorkommen, kann es sein, dass Ihr Bildschirm noch nicht kalibriert wurde. Selbstverständlich kann dies auch am eingesetzten Papier liegen, wobei Sie diese Fehlerquelle durch den Testeinsatz unterschiedlicher Papiere bestätigen oder widerlegen können. Um Fotos in Helligkeit und Farbe entsprechend drucken zu können, muss Ihr Bildschirm zwingend kalibriert werden. Das bedeutet, dass Helligkeit, Kontrast, Gammawert und die Farben der Realität entsprechen sollen. Für Windows 7 gibt es dafür beispielsweise das Programm dccw.exe (Display Color Calibration Tool für Windows). Zum Starten nutzen Sie die Tastenkombination Windows + R und geben in das Suchfeld „dccw“ (ohne Anführungszeichen) ein. Professionelle Anwender, die eine verlässliche Farbkalibrierung benötigen, setzen zusätzlich einen sogenannten Colorimeter ein. Ein kleines Gerät, das auf den Bildschirm gesetzt wird und die Bildschirmfarben misst, um dann die Korrekturdaten an die Monitor-Software zu übertragen.


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