Welche Etiketten gibt es ?

Etiketten werden in vielen Bereichen zu verschiedenen Zwecken eingesetzt. Der Grund liegt in der Vielfältigkeit der Etikettenformen, Farben, Größen und ihrer Materialbeschaffenheit. Ob als Werbelabel, Adressaufkleber auf Paketen, Typen- und Sicherheitsetikett auf dem Laptop oder Organisationshilfe im Büro und Lager, Etiketten sind ein universaler Helfer, wenn es um Kennzeichnungen und Aufmerksamkeit geht. Um ein Etikett auf Herz und Nieren zu prüfen sind 8 Dinge entscheidend:

Klebekraft Etiketten
Bei der Klebekraftmessung werden verschiedene Klebstoffvarianten geprüft um eine zuverlässig Haftung sicher zu stellen.

Release-Test
Bei diesem Test wird die Lösbarkeit des Etiketts vom Trägermaterial geprüft. Oder würden Sie gern mehr Zeit als notwendig darauf verwenden ein Etikett abziehen zu können ?

Tonerverankerung
Eine Tonerhaftung ist wichtig, damit die Etiketten beim Druck nicht verschmieren und der Toner über längere Zeit bestehen bleibt.

Druckbild
Ein weiteres wichtiges Qualitätsmerkmal ist ein gestochen scharfes Druckbild. Wer möchte schon im Vorfeld pedantische Arbeit leisten um sich dann über ein grauenhaftes Endergebnis zu ärgern.

Druckerdurchlauf
Um einen Druckerstau und Klebereste im Innern eines Geräts zu verhindern werden Etiketten auf verschiedenen Geräten gestestet.

Alterungsbeständigkeit
Etiketten sollen möglichst langsam vergilben und lange Zeit gut lesbar bleiben. Deshalb müssen sie auf ihren Widerstand gegen Witterungseinflüsse getestet werden.

Abschlusstest
Wie in der Schule wird auch bei Etiketten im Abschlusstest nochmals das Endprodukt geprüft. Laufen die Blätter staufrei durch den Drucker ? Werden mehrere Blätter gleichzeitig eingezogen ? Besteht ein Etikett alle Prüfungen, wie das z.B. bei Avery Zweckform Etiketten der Fall ist, kann es für den Verkauf frei gegeben werden und Sie können sich über ein hervorragendes Produkt freuen.

Welche Etiketten gibt es ?

Wenn es um selbstklebende Etiketten geht, sollten Sie zunächst für sich die Frage klären wie und wo Sie diese einsetzen wollen. Dann sollten Sie überlegen ob Ihnen für diesen Zweck Papieretiketten genügen, oder Sie lieber widerstandsfähigere Folienetiketten einsetzen sollten. Die Oberfläche einfacher Etiketten, wie z.B. Markierungspunkten, ist unbehandelt, und wird in der Regel per Hand beschriftet. Sobald eine maschinelle Verarbeitung ins Spiel kommt, sollten Sie darauf achten, dass die Aufkleber für Tintenstrahldrucker, Laserdrucker oder Kopiergeräte geeignet sind. Ansonsten laufen Sie Gefahr, dass die aufgedruckte Farbe verläuft oder, im Falle von Tonerpulver, wieder abfällt. Verschiedene Hersteller bieten bereits kostenlose Online-Druckmöglichkeiten. Hier können Sie Etikettenarten gestalten und über Ihren Drucker oder Kopierer fertig konzipierte Etiketten ausdrucken lassen.

Etiketten aus Folie oder Papier ?

Folienetiketten werden aus Polyester oder Vinyl hergestellt. Sie sind reiß- und wasserfest, dehnfähig, und häufig auch öl-/schmutz-/UV- und temperaturbeständig. Damit bringen sie viele Vorteile mit sich, die ein Papieretikett nicht aufweisen kann. Wenn es um Langlebigkeit oder Sicherheitsaspekte geht, sind diese dem Papieretikett eindeutig vorzuziehen. Speziell im Außenbereich, z.B. bei der Kennzeichnung von Gitterboxen, der Containerbeschriftung oder bei stark beanspruchten Werkzeugen spielen Polyesteretiketten ihre Stärken aus. Eine gute Lesbarkeit und Formbeständigkeit, auch nach längerem Transport per Schiff oder Bahn, ist zwingend notwendig. Papierbasierende Labels sind für diese Zwecke wenig geeignet. Im Büro z.B. liegen Papieretiketten wiederum vorne. Abhängig vom verwendeten Klebstoff, können sie permanent haften oder ablösbar sein. Sollten Sie beispielsweise alte Ordner neu beschriften wollen, ziehen Sie das alte Etikett einfach wieder ab. Hatten Sie dauerhaft klebende Etiketten Aufkleber verwendet, überkleben Sie diese mit blickdichten neuen Etiketten. So wird ein Durchschimmern der alten Beschriftung verhindert. Falsche oder überholte Etikettierungen lassen sich so schnell wieder korrigieren. Ordnungsfunktion durch verschiedene Etikettenfarben: Bekleben Sie Ihre Ordner nach Dokumentenarten mit farbig unterschiedlichen Rückenschildern - z.B. Lieferschein-/ Rechnungsordner, etc. - um gezielt und schnell auf diese zuzugreifen. So beschleunigen Sie Ihren Betriebsablauf.

Sicherheitsetiketten

Sie dienen dazu Manipulationen zu verhindern und vor Diebstahl zu schützen. In Firmen werden sie auch zur Eigentumskennzeichnung oder als Siegel eingesetzt. Diese sind mit einem fest haftenden Klebstoff ausgestattet. Typenschild-Etiketten auf Ihrem Laptop lassen sich dadurch nicht in einem Stück abziehen. Sollte sich jemand daran zu schaffen gemacht haben, können Sie das auf einen Blick erkennen.

Thermoetikettendrucker

Eine weitere Form von Labels sind die Thermo Etiketten auf Rolle. Beim Thermodirektdruck benötigen Sie weder Toner, Farbbänder noch Trommel. Durch punktuelle Erhitzung wird der Aufkleber geschwärzt und bildet so ein Druckbild aus. Etiketten für Thermodrucker werden in diesen Geräten in einer Geschwindigkeit von bis zu 500mm/Sekunde verarbeitet. Ihre Lebensdauer liegt bis zu 30 Mal höher als z.B. bei einem Nadeldrucker. Bevor Sie sich jetzt aber für diese Art des Etikettendrucks entscheiden sollten Sie die Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen:

Vorteile

  • preislich interessante, da kostengünstige Etikettenproduktion
  • Sie benötigen lediglich Spezialpapier als Verbrauchsmaterial
  • einfache Bedienung

Nachteile:

  • keine hohe Lebensdauer der so hergestellten Etiketten
  • nicht besonders UV-beständig, Druck verblasst deshalb relativ schnell

Spezialetiketten

Problematische Oberflächen erfordern spezielle Klebstoffe. Während fast alle Etiketten auf glatten Oberflächen wie Glas und Metall haften, gibt es Untergründe auf denen der geläufige Acrylkleber nicht stark genug klebt. Dabei kann es sich um sehr poröse, raue, feuchte, staubige, ölige oder fettige Flächen handeln. In diesem Fall vergewissern Sie sich am besten vorab ob Angaben zur Klebestärke vorliegen.

Fazit:

Es genügt nicht nur zu überlegen, ob Etiketten im Innen- oder Aussenbereich eingesetzt werden sollen, sondern auch wie der Druck erfolgen soll bzw. ob es sich um temporäre Aufgaben handelt oder die Etiketten langlebig und ohne gravierende Einschränkungen haften müssen. Berücksichtigen Sie vor Ihrer Wahl die Oberflächenbeschaffenheit. Etiketten richtig beschriften ohne Verwischen bedeutet auch das richtige Druckgerät zu verwenden. Zudem sollten Sie wissen, dass Haftklebstoffe druckempfindlich sind und sich deren Klebekraft erst mit der Zeit voll entfaltet. Also nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, wenn der Aufkleber nicht sofort so hält wie Sie es sich vorstellen.


Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.