Der Bürostuhl: Worauf es zu achten gilt !

Bürostuhl

Vor allem Büroangestellte kennen das Problem. Durchblutungsstörungen oder Rückenschmerzen, die man sich zunächst nicht erklären kann, bis der Blick auf den Stuhl fällt, den man tagtäglich benutzt. Oftmals ist es gerade dieser, der die Symptome verursacht, weil gleich mehrere Aspekte bei der Auswahl nicht bedacht wurden. Die Konsequenz sind eine verminderte Leistungsfähigkeit und regelmäßig auftretende Schmerzen. Ein Stuhl, der berufsbedingt bis zu 8 Stunden am Tag genutzt wird, muss die natürliche Haltung in allen Positionen unterstützen, individuell anpassbar sein, und die Bewegung fördern.

Die richtige Sitzhöhe

Ein rückengerechter Bürostuhl ist unerlässlich um Ihre Arbeit schnell und effizient ausführen zu können. Vermeiden Sie Störungen in Ihrem Bewegungsablauf durch Fehlhaltungen, die Sie im Bürodrehstuhl einnehmen und die Ihnen über kurz oder lang gesundheitliche Probleme bescheren. Ein Stuhl muss sich an Ihren Körper anpassen, nicht an die Tischhöhe. Achten Sie bei Ihrer Sitzhöhe darauf, daß Ihre Oberschenkel leicht zum Knie gebeugt sind. Ein Einstellungsspielraum nach oben und unten sollte dann noch vorhanden sein. Eine zusätzliche Sitztiefenfederung hilft Ihnen Ihr Gewicht beim Hinsetzen abzufedern.

Die richtige Sitzflächengröße, Sitzhöhe und Sitztiefe

Je nach Körpergröße und Gewicht sind unterschiedlich große Sitzflächen empfehlenswert. Testen Sie diese und entscheiden Sie sich für diejenige, die Sie für die angenehmste halten. Die richtige Sitzhöhe ist erreicht wenn Ober- und Unterschenkel zueinander einen Winkel von mindestens 90 Grad bilden. Die für Sie optimale Sitztiefe ermitteln Sie, indem Sie sich fest an die Rückenlehne anlehnen und prüfen, ob zwischen Kniekehle und Sitzvorderkante 3-4 Finger passen. Ist dies der Fall haben Sie die für Sie richtige Sitztiefe eingestellt. Die Sitzhöhe- und Tiefe regulieren Sie über eine eingebaute Gasdruckfeder.

Die richtige Rückenlehne

Um den Stuhl an Ihren Körper anzupassen muss dieser mit einer individuell einstellbaren Rückenlehne ausgestattet sein. Dazu sollte die Rückenlehne im oberen Teil nicht zu breit und nach hinten abgerundet sein, damit Sie sich strecken können. Überprüfen Sie dies, indem Sie Ihre Arme nach oben strecken und sich nach hinten lehnen. Dabei sollte die Rückenlehne Sie nicht behindern. Jede ergonomisch geformte Rückenlehne hat eine sogenannte Lordosenstütze, ein nach vorne gewölbtes unteres Teilstück, das sich z.B. auch in Autositzen wiederfindet. Entweder lässt sich diese separat in ihrer Höhe verstellen oder die ganze Rückenlehne ist höhenverstellbar. Bei richtiger Einstellung müssen Sie einen angenehmen aufrichtigen und guten Halt spüren. Dies stützt und entlastet Ihre Lendenwirbelsäule. Die Lordosenstütze kann sich im nach innen gewölbten Bereich der unteren Wirbelsäule oder am Beckenkamm, das heißt ca. auf Höhe ihres Gürtels, befinden, was aus orthopädischer Sicht sinnvoller ist. Ist Ihre Rückenlehne mit Netzstoff bespannt, sorgt dieser für eine bessere Luftzirkulation am Rücken.

Armlehnen - Nacken- und Kopfstütze

Die Armlehnen sollten in Höhe und Breite verstellbar sein. Der Sinn ist, Schulter und Nacken zu entlasten und ein Einzwängen oder Abspreizen der Arme zu vermeiden, um so angenehm im Bürostuhl zu sitzen. Die Tischkante sollte nicht an die Armlehnen anstoßen. Achten Sie bei Ihrem Stuhl auch auf die Größe der Armlehnen, um nah an Ihren Arbeitstisch heranrollen zu können. Stabile Armlehnen unterstützen Sie zudem beim Abstützen, sobald Sie aufstehen. Nacken- und Kopfstütze müssen in Höhe und Tiefe auf Ihre Körperproportionen einstellbar und in der Form angenehm sein. Durch die Wippmechanik entlasten Sie Ihre Bandscheiben. Bedenken Sie, daß Sie im Büro als Sekretärin oder Sachbearbeiter zwischen 6 und 8 Stunden sitzenden Tätigkeiten nachgehen und Ihr Stuhl entsprechend ausgestattet sein sollte

Bürostuhlmechaniken

Die Permanenttechnik beschreibt einen Stuhl mit starrer Sitzfläche. Die Rückenlehne bewegt sich beim nach hinten lehnen. Bei der Synchronmechanik bewegt sich beim Zurücklehnen zunächst die Rückenlehne und dann die Sitzfläche. Weiterentwicklungen der Synchronmechanik sind im Ansatz bei den sogenannten Balans- oder Sattelstühlen, wie dem Swopper zu finden.

Hartbodenrollen oder Weichbodenrollen ?

Vergessen Sie bei der ganzen Technik nicht die richtigen Stuhlrollen auszusuchen. Hartbodenrollen sind weiche Rollen und eignen sich für harte Böden wie Parkett, Fliesen, Bodenschutzmatten, Steinboden oder Kork. Sie reagieren flüsterleise, bodenschonend und sitzlastgebremst. Weichbodenrollen verfügen über eine harte Lauffläche für weiche Böden. Somit sind sie für Teppiche und Auslegeware sehr gut geeignet.


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