Bleistift Härtegrade und Anwendungen

Bleistift Härtegrade Bedeutung und Bezeichnung

Wie hart oder weich eine Mine schreibt hängt vom Mischungsverhältnis von Graphit und Ton ab. Je mehr Ton die Mine enthält umso härter und heller wirkt sich dies beim Schreiben aus. Die Bleistiftmine besteht aus Graphit, Ton und Imprägniermittel. Dabei sorgt das Graphit für die Schreibschwärze, Ton hat die Funktion des Bindemittels und verleiht der Mine nach dem Brennvorgang bei 900 Grad ihre Form und Festigkeit. Fett und Wachsanteile verbessern die Festigkeit und Gleitfähigkeit, sowie die Haftung auf dem jeweiligen Papier. Woher stammt aber die Bezeichnung Bleimine wenn sie kein Blei enthält ? Ursprünglich ging man davon aus, dass das im Stift enthaltene Graphit sei Blei und taufte das Schreibgerät Bleistift. Dieser Begriff hat sich bis heute gehalten. Das Einsatzgebiet des Bleistifts ist vielfältig. Er wird zum Schreiben und Stenografieren, zeichnen und skizzieren verwendet.

Bleistift Härtegrade und deren Anwendung

Für das Schreiben oder einfache Skizzieren werden meistens Bleistifte mit mittleren Härtegraden, wie HB oder 2B genutzt. Der Strich fällt dabei ausgewogen aus, das heißt die Farbe erscheint weder zu hell noch zu dunkel oder zu dick beziehungsweise zu dünn. Höhere Härtegrade wie 5H oder 6H eignen sich für die Konzepterstellung einer Skizze oder eines Schriftstücks. Der Strich ist sehr präzise und hell. Für das farbliche Ausfüllen einer Skizze eignen sich weichere Bleistifte deren Linien breiter und ungenauer sind. Dadurch ergibt sich, dass eine Kombination aus niedrigeren, mittleren und höheren Härtegraden zur Vervollständigung eines Projekts nötig ist. Die Auswahl des richtigen Bleistift hängt zudem davon ab, wie viel Druck Sie auf das Schreibgerät ausüben, wie glatt/rau das Papier ist, und Ihre Zeichentechnik. Als Faustregel gilt, je glatter das Papier, umso härter sollte der Stift sein, da die Oberfläche Graphit nicht so gut wie ein raues Papier abreibt. Im Umkehrschluss bedeutet das den Einsatz eines weicheren Bleistifts bei raueren Papieren. Die nachfolgende Tabelle zeigt Ihnen verschiedene Härtegrade und die empfohlenen Einsatzbereiche. Je höher die dem Buchstaben vorangestellte Zahl ist, umso weicher oder härter ist die Mine.

Härtegrad Ausführung Eignung
8B sehr tiefes schwarz und sehr weich für malerisches und künstlerisches Zeichnen
7B größte Schwärze un sehr weich für malerisches und künstlerisches Zeichnen
6B tuscheartige Tiefenwirkung und sehr weich für malerisches und künstlerisches Zeichnen
5B sehr schwarz und sehr weich für malerisches und künstlerisches Zeichnen
4B sehr schwarz und sehr weich für malerisches und künstlerisches Zeichnen
3B große Tiefe,malerische Tonwirkung,sehr weich für malerisches und künstlerisches Zeichnen
2B schwarz und sehr weich für malerisches und künstlerisches Zeichnen
B schwarz und weich für Schreibvorgänge
HB mittelschwarz und mittelweich für Schreibvorgänge
F schwarz,Schreiben und Zeichnen für Schreibvorgänge
H hart für technische Zeichnungen
2H härter für technische Zeichnungen
3H sehr hart für technische Zeichnungen
4H extra hart für technische Zeichnungen
5H 2x extra hart für technische Zeichnungen
6H besonders extra hart für technische Zeichnungen


Im Büro wird meistens die Bleistiftstärke HB verwendet, da sie nicht zu hart und nicht zu weich ist, klare Linien zeichnet und leicht radiert werden kann.
Künstler verwenden verschiedene Marken-Bleistifte, da das Zeichenverhalten und die Qualität teils deutlich voneinander abweichen.
Um eine kontrastreiche Zeichnung zu erstellen, ist es wichtig unterschiedliche Härtegrade einzusetzen. Ein höher oder geringer ausgeübter Druck bei einem Härtegrad kann den Umfang der unterschiedlichen Strichstärken nicht ersetzen.

Was sind die Vorteile der Bleistifte ?

  • es gibt zahlreiche Härtegrade für verschiedene Einsatzgebiete
  • hohe Lichtbeständigkeit
  • Bleistifte sind günstig
  • schreibfähig bei jeder Temperatur
  • hohe Schreiblänge
  • Korrekturen sind leicht zu bewerkstelligen
  • einfaches Nachspitzen per Spitzer


Neben dem klassischen Bleistift können Sie für einige Arbeiten auch den Druckbleistift nutzen, für den es gleichfalls unterschiedliche Minenstärken gibt. Bei dieser Variante wechseln Sie die Minen bei Bedarf aus. Über einen Druckknopf am Schaftende wird die Mine vorgeschoben.

Der Zimmermanns-Bleistift

Er unterscheidet sich vom herkömmlichen Bleistift in Form, Größe und Funktion und eignet sich zum Anzeichnen und Markieren auf Werkstoffen mit rauer und fester Oberfläche. Dazu zählen beispielsweise Beton oder Holz. Betonbauer, Maurer und Schreiner setzen diesen vorzugsweise im Rahmen ihrer Arbeit ein. Der Stift besitzt eine weiche Standardmine und wird gespitzt oder ungespitzt angeboten. Das Zimmermannsbleistift Anspitzen erfolgt üblicherweise mit einem Messer.

Der Kopierstift

Er eignet sich für Bastelarbeiten und Arbeiten auf feuchten Oberflächen und besitzt eine farbige wasserlösliche Mine, die für dokumentenechtes Zeichnen verwendet wird. Der Schaft besteht meistens aus lackiertem Holz.

Was sind Buntstifte

Der Buntstift enthält eine farbige Mine aus Fetten, Wachsen, Bindemittel, Farbpigmenten und Mineralien. Die Farbe seiner Lackhülle signalisiert gleichzeitig seine Schreibfarbe. Er wird als Schreib-/Zeichen- und Malstift eingesetzt. Durch seine Zusammensetzung ist eine Korrektur schwieriger als beim Bleistift. Es gibt aber Spezialradierer für Bunt- und Farbstifte, die ein Radieren ermöglichen. Spezial-Buntstifte wie Aquarellstifte (z.B. Polychromos), die von Künstlern verwendet werden, können nach ihrem Auftrag mit Wasser vermalt werden.

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